
Auszug aus dem Gesamtwerk, Band 1
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»… Was ist ein Meister? Ein Mensch,
dem es gelungen ist, sein Denken, Fühlen und Handeln unter
Kontrolle zu halten. ...
Die Beherrschung der eigenen Gedanken, Gefühle und Taten
setzt eine Schulung voraus, eine besondere Verhaltensweise und
Disziplin sowie eine gründliche Kenntnis von der Ganzheit
des Menschen und den in ihm kreisenden Kräften, aber auch
das Wissen um die Verbundenheit seines Wesens (der Körperorgane
und feinstofflichen Seinsebenen) mit den einzelnen Naturreichen.
Selbstbeherrschung setzt voraus, dass einem die Wesenheiten und
der Aufbau des Weltalls vertraut sind. Ein Meister ist ein Mensch,
der die grundlegenden Lebenslagen gelöst hat: Er ist frei,
verfügt über einen starken Willen, ist aber vor allen
Dingen auch von Liebe, Güte, Sanftmut und Licht beseelt.
Wie viel Arbeit, Studium, Beharrlichkeit sind erforderlich, um
ein Meister zu werden! ...
Wahre Meister sind mächtig, denn sie haben ihre Lebensweisheit
mit ihrem Verhalten in Einklang gebracht. Was sie lehren, wenden
sie als erste in ihrem eigenen Leben an. Sie leben das vor, was
sie lehren... Ein lebendiges Vorbild ist einer Quelle gleich,
sagte ich im ersten Vortrag; ist also eine Quelle, welche Pflanzen,
Tiere und Menschen anzieht. Deswegen scharen sich denn auch Schüler
um einen Meister...«
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